Zig Tiere sind oder waren bei mir zuhause und nicht alle haben auf Katzenminze reagiert, keiner aber hat die Katzenminze jemals geschadet.
Besonders beliebt ist dieser Kratzbaum, eigentlich ein Naturkratzbaum, da er aus einem Baumstamm besteht, welcher oben ausgehöhlt ist. In dieser Ausbuchtung wächst bei mir schon seit mehreren Jahren Katzenminze.

Nein, von meinen Tigern ist noch keiner in einen “Rauschzustand” gefallen, was teilweise der Fall sein könne und Tiere apathisch durch den Geruch werden würden. Auch habe ich gelesen von dadurch agressiveren Tieren. Ich selber habe noch keine Verhaltensänderungen in diese Richtung hin bemerkt. Es dürfte dann ein Viertelstündchen der Rauschzustand anhalten, um dann wieder das “normale” Kätzchen vor sich zu sehen.
Sehr wohl aber wälzen sie sich in den Pflanzen, deshalb auch eine sehr hohe und umfangreiche Pflanze der Katzenminze im Garten, unter welcher sie liegen können und sich auch in ihr wälzen.
Komischerweise wird der Geruch nicht durch die Nase sondern scheinbar über ein Organ namens
Jacobson-Organ aufgenommen.
Durch dieses ist eine Katze in der Lage zu “flehmen”. Dabei streckt die Samtpfoten den Kopf vor, öffnet das Maul und zieht die Oberlippe zurück. So nimmt sie gasförmige Moleküle auf der Zunge auf, um sie zu schmecken. Hinter den Schneidezähnen befinden sich dünnste Kanäle, welche diese Moleküle direkt dem acobson-Organ zuleiten.
Duft wahrgenommen - Info ans Gehirn - reagieren (bei solchen Tieren, die es mögen) und ignorieren, bei solchen, die gegen Katzenminze “imun” sind.
Die Duftbestimmungszentrale meldet anschließend die chemische Beschaffenheit der Substanz ans Gehirn weiter.
Neben Hauskatzen sind auch Puma, Rotluchs, Luchs und Löwe in der Lage auf das Nepetalkton zu reagieren. Nepetalacton ist eine chemische Verbindung und es gehört zu den Iridoiden (Iridoide sind sekundäre Pflanzenstoffe, die in mehr als 50 Pflanzenfamilien gefunden wurden)
